Brauchwarmwasser in einem Gebäude in ausreichender Menge mit ausreichend hoher Temperatur zu erzeugen ist die Anspruchsvollste Aufgabe beim Einsatz einer Wärmepumpe zur Gebäudebeheizung. Wir empfehlen daher dringend diese beiden Systeme technisch voneinander zu trennen, damit zu jeder Zeit eine ausreichende Menge von Trinkwarmwasser zur Verfügung steht. Details zur Trinkwarmwasserzeugung finden Sie hier (klick!).
Es ist sehr schade, dass diese Art von Wärmepumpe nicht häufiger erwähnt wird, denn eine solche Wärmepumpe kann etwas sehr gut, was eine normale Wärmepumpe zwar auch kann, jedoch nicht wirklich gut.
Was kann denn eine normale Wärmepumpe (Luft--Wasser, Wasser-Wasser, Sole-Wasser usw.) nicht sonderlich gut....ganz einfach, warmes Wasser mit hohen Temperaturen erzeugen. Zwar liefern alle Wärmepumpen warmes Wasser zum Duschen, allerdings werden sie bei hohen Temperaturen immer (da gibt es keine Ausnahme, auch Hochtemperatur-Wärmepumpen), ineffizient. Das liegt an den sogenannten thermodynamischen Eigenschaften der eingesetzten Kältemittel, die ein solch hohes Temperaturspektrum ausnahmslos durch einen höheren Energieeinsatz erreichen.
Was liegt damit näher als diese Funktion auszulagern und warmes Wasser durch eine eigene Wärmepumpe zu erzeugen, die sehr gut hohe Temperaturen kann und im unteren Bereich ineffizienter arbeitet.
Eine Brauchwarmwasser Wärmepumpe arbeitet meist mit einem Kältemittel, welches bessere physikalische (thermodynamische) Eigenschaften bei hohen Temperaturen hat bzw. wird sie zusätzlich in der technischen Funktion auf hohe Temperaturen konzipiert.
Welche Vorteile hat das für den Betreiber:
Was für Nachteile gibt es....keine, zumindest keine, die wir kennen. Allerdings gibt es auch hier Systembedingt gute und nicht so gute Brauchwarmwasser Wärmepumpen. Wir verbauen ausschließlich Wärmepumpen mit Wärmetauschern, welche die Wasserseite nicht berühren, unser Hausfabrikat ist dabei Austria Email.
Was heißt die Wasserseite nicht berühren? Der Wärmetauscher zum erwärmen des Brauchwarmwassers liegt als Rohrschlange außerhalb des Speichers (siehe Bild links). Andere Hersteller haben den Wärmetauscher innerhalb des Speichers oder verwenden einen sogenannten Plattenwärmetauscher. Beides hat den erheblichen Nachteil, dass die wasserberührten Bauteile, je nach Wasserqualität, verkalken und somit ineffizienter werden oder nach recht kurzer Betriebszeit zu einem Ausfall neigen.